Kurbelwelle nach Motorüberholung schwergängig ?!

      Kurbelwelle nach Motorüberholung schwergängig ?!

      Moin,

      Habe den Motor meiner KMX 125 Baujahr 95 komplett überholt (Lager, Simmerringe..) und bin nun auf Folgendes Problem / Unsicherheit gestoßen.
      Als ich die Kurbwelwelle in das rechte Kurbelgehäuse presse, konnte ich diese spielend leicht drehen. Nach Verpressung der beiden Motorhälften (natürlich ordentlich Dichtmasse) dreht sich die Kurbwelwelle nicht mehr so leicht wie vorher. Ich habe Lima, Kupplung etc. wieder drinne und kann die Kurbelwelle nicht mehr am Pleul drehen sondern muss an dem Rotor der Lima drehen, damit sich da überhaubt etwas tut. Ich habe den Motor noch nicht eingebaut, da ich mir noch unsicher bin, ob dies soweit im normalen Rahmen ist oder ob ich da etwas falsch zusammengebaut habe.
      Die Kurbwelle sitzt in dem Kurbelgehäuse auch nicht ganz mittig. Ist das Normal so?

      Anbei ein Bild zur Veranschaulichung.

      Ich hoffe, Ihr könnt mir da weiterhelfen,

      Gruß Jan
      Bilder
      • IMG_20160809_115248.jpg

        2,07 MB, 2.496×4.160, 24 mal angesehen
      Hallo Jan,

      hast du in den Leerlauf geschaltet? Wenn ein Gang eingelegt ist, geht es schon um etwas schwerer zu drehen, weil man dann das Getriebe mit bewegen muss.

      Falls es im Leerlauf immer noch schwer geht, würde ich erstmal kontrollieren, ob die Kurbelwangen (Kurbelwellenschwungräder) genau parallel zueinander sind.
      Hast du die im WHB erwähnte Kurbelwellenlehre verwendet? Wenn nicht, kann es beim Zusammendrücken der beiden Gehäusehälflten passieren, dass die Kurzbelwangen ebenfalls durch den Druck über die Achsen zusammengedrückt werden und dann nicht mehr parallel zueinander stehen. Euf der einen Seite hält der Bolzen für das untere Pleuellager die beiden Kurbelwangen auseinander, aber auf der gegenüberliegenden Seite können die Kurbelwangen dichter zueinander hin gedrückt werden. Man hätte dann einen leichten "Knick" in der Kurbelwelle, wodurch Druck auf die Lager ausgeübt würde und sich die Kurbelwelle bestimmt auch schlechter drehen lässt.
      Das wäre zumindest eine der möglichen Gründe, wenn sich die Kurbelwelle schwer drehen lässt..

      Grüße
      Peter
      Moin,

      danke für die schnelle Antaort.
      Die Kurbwelwelle drehte schon ohne jegliche Anbauten (Primärritzel, Polrad, Kupplung etc.) nach verpressen der Motorhälften etwas schwerer.
      Sobald ich die Motorhälften wieder locker schraube, dreht sich die Kurbwelwelle wieder spielend leicht. Die Einbaulehre habe ich leider nicht.
      Wie leicht lässt sich die Kurbwelwelle denn normal drehen?

      Gruß Jan
      Die Kurbelwelle sollte sich ohne nennenswerten Widerstand mit zwei Fingern am Pleuel bewegen lassen.

      Hast du versucht, die Kurbelwelle nach dem Einbau freizuschlagen?
      Es gibt oft Spannungen in den neu verbauten Lagern, weil die Kurbelwelle nicht hundertprozentig zentriert ist oder ein Lager nicht ganz genau sitzt.
      Deshalb schlägt man nach dem Einbau mit einem Schonhammer (ein Gummihammer geht auch oder zur Not auch ein normaler Hammer, wenn man ein Stück Hartholz dazwischen legt und auf das Holz und nicht direkt auf die Welle schlägt) auf die beiden Enden der Achse (so, als wolle man die Welle tiefer in das Gehäuse eintreiben), damit sich die Lager setzen können, bzw. um die Spannungen in den Lagern zu lösen.
      Falls du das noch nicht gemacht hast, würde ich es mal versuchen. Oft dreht sich die Kurbelwelle danach deutlich leichter.